Das deutsche Musik-Missverständnis

Warning: German ahead.

Ich höre viel deutsche Musik und das ist immer mal wieder schwierig.
Nicht wegen des Hörens an sich, sondern wegen des Missverständnisses, das entsteht, wenn ich davon erzähle. Denn das Radiogedudel mit den tollen einfachen Botschaften und der super guten Laune meine ich nicht. Sondern diese andere deutsche Musik.
An dieser Stelle runzelt mein Gegenüber in der Regel die Stirn. Was gibt es denn da noch? Ah! Vielleicht Rammstein, Schandmaul oder gar Unheilig? Nach drei Bier kann man da so schön mitgrölen.
Erm, nein. Die auch nicht.
Sage ich Hamburger Schule, denken Leute ans Kochen, und sage ich deutsche Singer/Songwriter, denken sie an Reinhard May und an die Arbeiterlieder ihrer ersten Jugendfreizeit. Na ja. Jetzt schauen wir beide ratlos, eine unangenehme Pause tritt ein und meist wechseln wir schnell das Thema. Wetter, oder so was.

Wie schlau und anders deutsche Musik sein kann, zeigt zum Beispiel gerade Faber. Das Album ist seit kurzem raus und der Gute hat gerade mit seiner Tour begonnen.
Ihr werdet komplett unverschämte Texte finden, die mich oft zum Grinsen bringen oder mich den Kopf schütteln lassen. Am besten einfach mal reinhören. Das hier...

...und Alles Gute sind absolut großartig.

Und Faber ist nur einer von vielen.
Dieses Jahr kommen noch die neuen Alben von Kettcar und Gisbert zu Knyphausen, beides Urgesteine.

Das ist die deutsche Musik, die ich meine.

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